Bilder - Bauverein für die St. Martinikirche e.V. - Bilder
GrundrissBauverein-Bilder 3er-Fotos untere ReiheGrundriss

Bilder


Haende


Hände
geben und nehmen,
Hände
beten und segnen,
Ihre offenen
Hände
unterstützen, was
zur Schönheit der
Stadt gehört.

Ein gutes Stück
Minden bewahren.





Martinikirche vom Marktplatz

St. Martinikirche Minden

Ein genaues Datum der Stiftung von St. Martin ist nicht überliefert, doch spricht vieles dafür, dieses in die Zeit zwischen 1025 - 1029 zu datieren. Denn im Jahre 1029 wurde die Gründung als Augustiner Chorherrenstift von Kaiser Konrad II. bestätigt.
Das romanisch-gotische Erscheinungsbild stammt aus dem Jahre 1338.
Der öffentlich zugängliche Turm ist der höchste Aussichtspunkt Mindens. Seit 1773 prägt er, nach einem Blitzschlag, nur noch als Restturm die Stadtsilhouette mit.
Wertvollste kunsthistorische Kostbarkeiten gehören zur Ausstattung dieser Kirche.

Nashorn


Das historische Chorgestühl (Anf. 16. Jh.) ziert die Nachbildung eines Nashorns.
Nach einem Holzschnitt von Hans Burgkmair d.Ä.
Nashorn
Orgel

Historische Orgel


Die historische Orgel von 1591 ist wohl die älteste Orgel Westfalens und besteht mit ihren heute 39 Registern noch zu 25% aus historischen Pfeifen.
Das spätbarocke Klangbild ist durch die Neuintonation von 1990 mitbestimmt.

Kanzelkorb


Die Renaissance-Kanzel ist aus dem Jahre 1608 und aus Lindenholz gefertigt.
Form und Inhalt von Kanzelkorb und Schalldeckel sind Zeugnis reformatorischer Theologie.
Seitenanfang Bilder
Kanzel
Nachfahrentafel

Nachfahrentafel der Familie Sobbe


Die Nachfahrentafel der Familie Sobbe von 1610 erinnert an den Ratsherren Johann Sobbe und seine Frau Anna, geb. Cholwoes.
Im Selbstverständnis einer Mindener Familie aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wird noch die Einheit von Religion, Politik und Kultur deutlich.

Taufe


Die Taufe, aus Gelbguss in Antwerpen geferstigt, stiftete der Tuchhändler und Mindener Bürgermeister Thomas von Kampen 1583 seiner Ratskirche.
Der mit Ranken dekorierte Schwenkarm ist eine Zutat des 19. Jahrhunderts.
Für die Grundform der Taufe sind der Davidstern und die Zahl 3, die auf die Dreieinigkeit hinweist, formgebend.
Seitenanfang Bilder
Taufe
Steinskulptur

Skulptur hl. Martin


Die moderne Steinskulptur des heiligen Martin (von Wolfgang Dreysse, 2001) über dem Westportal zeigt den Namenspatron der Kirche: nicht hoch zu Ross, sondern durch das Tuch mit dem hageren Bettler verbunden, als Sinnbild der Worte Jesu: "Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich bekleidet" (Mt 25,36).

Die Plastik ist eine Neuschaffung der ursprünglich seit dem 15. Jahrhundert an dieser Stelle befestigten. Sie befindet sich über dem ehemaligen Haupteingang am Westportal.


Die in der St. Martinikirche ausgestellten Informationstafeln finden Sie hier folgend:

Die Ratskirche St. Martinikirche zu Minden
1 Skulptur des hl. Martin, 2001 / 2 Relief des hl. Martin, Mitte 14. Jh. / 3 Historische Orgel, 1591
4 Nachfahrentafel, 1610 / 5 Gemälde – Bibl. Szenen, 1627/30 / 6 Epitaph H. Becker, 1623
7 Renaissance-Kanzel, 1608 / 8a/b Schwedische Ritterfigur, Mitte 17. Jh. / 9 Bullaeus-Epitaph, um 1620
10 Bild des hl. Martin, um 1640 / 11 Passionsbild, 1677 / 12 Taufe, 1583 / 13a/b Chorgestühl, Anf. 16. Jh.
14 Kruzifix, erste Hälfte 16. Jh. / 15 Gedenkplatte, 11. Jh. / 16 Romanischer Kämpfer mit Palmettenornament

Die Ratskirche St. Martini zu Minden

Die evangelische St. Martinikirche ist die Ratskirche Mindens. Der Mindener Bischof Sigebert (1022-1036) hat sie am oberen Weserhang begründet. Eine Urkunde von Kaiser Konrad II. aus dem Jahre 1029 ist das Gründungsdatum. Vier Jahre später im Jahre 1033 bestätigt der Kaiser die Einrichtung des Kanonikerstifts St. Martin. Ein Gedenkstein aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts (an der Westwand des Chores) erinnert an den Gründerbischof Sigebert und an Bischof Eilbert (1055-1088), der die Kirche vermutlich geweiht hat. Die Einführung der Reformation in der Stadt geschah am 13. Februar 1530. Der Rat der Stadt Minden ließ an diesem Tage die erste „Westfälische Kirchen- und Schulordung“ in der St. Martinikirche durch Nikolaus Krage, den ersten Superintendenten verkünden. Seitdem ist das evangelisch-lutherische Bekenntnis des christlichen Glaubens in St. Martini gültig. Das heutige romanisch-gotische Erscheinungsbild der Kirche geht im Wesentlichen auf den Umbau zur romanisch-gotischen Hallenkirche aus dem Jahre 1338 zurück. Der Einsturz des Turms 1385 mit schweren Folgeschäden hat weitere Veränderungen des historischen Kirchenbaus bewirkt. Der Turm trägt ein Notdach. Seit dem letzten Einsturz im Jahre 1773 wurde er nicht mehr wieder aufgebaut. (Öffentliche Turmbesteigung: Samstags 12-13 Uhr)
Die Bombardierungen der Stadt im 2. Weltkrieg überstand die St. Martinikirche bis auf die Fensterverglasungen ohne größere Schäden. 1953 erhielt die Kirche durch Markus von Gosen die heutigen Fensterbilder im Chorraum. Sie bilden das Apostolische Glaubensbekenntnis ab. 1957 wurde eine Gedenkstätte für Kriegsopfer des ersten und zweiten Weltkrieges errichtet. Das heutige Geläut besteht aus der „Johannesglocke“ von 1442. Sie stammt aus der 1810 säkularisierten
Johanneskirche. Die „Moltkeglocke" von 1871 des Generalfeldmarschalls Graf von Moltke auf Kreisau aus dem ehemals schlesischen Gräditz ist 1951 vom Hamburger „Glocken friedhof" der Kirche als Leihglocke zugewiesen worden. Zwei neue Glocken von 1969 wurden von Gemeinde, Bürgerschaft und kommunalen Behörden gespendet.
Die Orgel von 1591

Die Orgel von 1591

Die historische Orgel ist eines der ältesten Orgeldenkmäler im westfälischen Raum. Das Gehäuse des Rückpositivs ist der älteste erhaltene Bestandteil. Die Holzschnitzerei an der Unterseite des Positivgehäuses zeigt die Jahreszahl 1591. Der Erbauer ist nicht bekannt. Jürgen Slegel oder auch Meister Joist könnten in Frage kommen. Der Prospekt zeigt sieben
symmetrisch angelegte Pfeifenfelder des Prinzipal 8'. 1749 nimmt der Orgelbauer Johann Joseph Mencke aus Osnabrück einen größeren Umbau vor. Das Hauptwerksgehäuse ist davon teilweise erhalten geblieben. St. Martini erhält somit die Disposition einer Barockorgel. 1891 nimmt die Firma Furtwängler & Hammer (Hannover) einen weiteren Umbau der Orgel vor. Das Äußere der Orgel wurde vollständig neu aufgebaut. Die Disposition wird dem zeitgenössischen spätromantischen
Klangideal angepasst. 1946 begründen die Ideale der sogenannten „Orgelbewegung" einen weiteren Umbau durch die
Orgelbauwerkstatt Emil Hammer (Hannover). Die Orgel von 1591 1966 erhält die Orgel durch die Orgelbauwerkstatt
Gustab Steinmann (Vlotho) wieder ihren barocken Bauzustand von 1749. 1990 wird eine Neuintonation der Orgel durch
Franz Rietzsch (Hannover-Hemmingen) unter Berücksichtigung der Kenntnisse über den spätbarocken Orgelbau vorgenommen. Seit 2008 wird die Martiniorgel von Orgelbauer Jörg Bente (Helsinghausen b. Hannover) betreut.
Die wechselvolle Geschichte des Instruments ist in ihrer Vielfalt kein Mangel, sondern eine Qualität, die den geglückten Versuch darstellt, historische Substanz und heutige Kenntnisse zur Klangästhetik des Barock zu vereinen.
Die Kanzel von 1608

Die Kanzel von 1608

Die Renaissance-Kanzel von 1608 ist aus Lindenholz geschnitzt. Ihr theologisches Programm in Form und Inhalt ist ein Zeugnis des reformatorischen Glaubens der Mindener Bürgerschaft für ihre Ratskirche. Aufbau und Einzeldarstellungen erschließen sich, wenn man das Bildprogramm von unten nach oben liest: Die Wellenlinien der Urflut unten an der Hängesäule künden von dem Wort Gottes am Anfang der Schöpfung „Und er sprach: Es werde Licht! Und es ward
Licht“ (1. Mose 1,3). Meerjungfrauen tragen mit ihren Flügeln dieses Wort, das von den Symbolfiguren der vier Evangelisten mit Christus in der Mitte in den Bildkartuschen des Kanzelkorbes aufgenommen wird. Das Lichtwort vom Anfang gilt bis ans Ende der Zeiten mit dem reformatorischen Losungswort als Spruchband am Schalldeckel „VERBUM DOMINI MANET IN AETERNVM“ (Gottes Wort bleibt in Ewigkeit). Der segnende Christus auf der Weltkugel am
oberen Abschluss der Kanzel zeigt den Lichtsieg der Auferstehung des Lebens aus dem Tod. Mit ihm sind durch Engel verzierte Bögen vier Frauenfiguren verbunden, die vier christliche Tugenden eines Lebens mit der Auferstehung Christi verdeutlichen: die Weisheit mit dem Doppelgesicht nach Osten zum aufgehenden Licht gewendet mit der Schlange vor
Augen und nach Westen das untergehende Licht im Bewusstsein; die zweite: die Gerechtigkeit mit dem Reichsapfel, dem Zeichen der höchsten Macht des Richters, in der Hand; die dritte: die Liebe mit einem trinkenden Kind an der Brust; die vierte: die Hoffnung im tänzerischen Schritt. Wer aber vom Anfang [unten] zum Ende des Lebens [ganz oben] mit seinen
Blicken wandert, muss durch den „leeren Raum“ zwischen Kanzelkorb und Schalldeckel gehen. Die „Leere“ ist der Ort, an dem das Wort vom Kreuz, die theologia crucis, zur Predigt werden soll. Die Engels - putten am Rand des Schalldeckels weisen mit ihren Folterwerkzeugen in Händen auf die Kreuzigung Christi hin, in der die Verlorenheit des Menschen in
der vergebenden Hingabe des Christus an die Welt aufgehoben ist. Das Spruchband am oberen Rand des Kanzelkorbes sagt es in Niederdeutsch der Zeit mit dem Apostel Paulus: „DAT EVANGELIUM IST EINNE KRAFT GADES DE DAR SALIGH MAKEDT ALLE DE DARAN GELOVEN" (Römerbrief 1,16).
Die Nachfahrentafel der Mindener Familie Sobbe von 1610

Die Nachfahrentafel der Mindener Familie Sobbe von 1610

Das in Öl auf Eichenholz ausgeführte Bild erinnert an den Ratsherrn Johann Sobbe und seine Frau Anna, geb. Cholwoes. Es zeigt, wie die Reformationsund Stadtgeschichte Mindens sich im Selbstverständnis einer Familie über drei Generationen in
der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts spiegelt. Unten knien links und rechts zur Widmung Johann Sobbe und seine Frau Anna in prachtvollen Sonntagsgewändern, oberhalb der beiden in aufsteigender Linie die 4 Töchter und 4 Söhne, die ins heiratsfähige Alter kamen sowie deren Kinder und Kindeskinder. Die verheirateten Frauen sind „unter der Haube“, die
Mädchen tragen ein Kränzchen über dem Kopf. Die kleinen Figuren und schwarz gekleideten Wickelkinder sind früh verstorbene Personen. Über einer bergigen Landschaft mit Städten in phantasievoller Rnaissance-Architektur schwebt Gott, angedeutet durch eine ehemals silberne Scheibe mit dem hebräischen Wort für „Herr“ und dem lateinisch
wiedergegebenen abrahamitischen Segenswort „Ich werde dein Gott sein und der Gott deines Samens nach dir“ (1. Mose 17,7) Beispielhaft zeigt das Bild eine Mindener Bürgerfamilie um die Wende des 16./17. Jahrhunderts, deren Identität in reformatorischer Frömmigkeit gegründet ist und die politisches Engagement als „Ratsfamilie“, kaufmännischen Wohlstand und die kulturelle Kraft für Kunst und Bildung miteinander verbindet. Der Namensgeber des Mindener Klinikums Johannes
Wesling (1598-1649), Professor in Padua und Begründer der modernen Anatomie, entstammt dieser Familie [drittes Kind von rechts] der vierten Tochter Catharina Wesling, geb. Sobbe [rechte oberste Reihe].
Die Taufe - Das Chorgestühl - Das Kruzifix

Die Taufe von 1583

Die Taufe von 1583 markiert den Beginn der künstlerischen Neuausstattung der St. Martinikirche in lutherischer Zeit. Der Taufständer gehört zu den frühesten nachreformatorischen Ausstattungsstücken in evangelischen Kirchen in Westfalen.
Die Dreipassform, der Verzicht auf Bilder, Reliefs oder Inschriften sind ungewöhnlich. Nur in den glatten Dreiecksfeldern der Kuppeldecke finden sich die Stifterwappen von Thomas von Kampen und seiner Frau Wobbe Claren sowie das Stiftungsjahr 1583. Es ist das erste Jahr des Amtsantritts des Stifters als Mindener Bürgermeister. Als Kaufmann sind Beziehungen nach Flandern denkbar, war doch Antwerpen die damalige Handels- (und Kunst-) Metropole Nordwesteuropas.
Das Taufbecken in der Grote Kerk im niederländischen Breda von 1540 des Gelbgießer-Meisters Joos de Backer zeigt verwandte Züge. Durch die Verwendung von „Dreier-Elementen“ (Dreipass, Dreieck, Gruppen von drei Säulen) wird unmittelbar auf die Taufe im „Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ verwiesen. Für die Grundform
des Taufbeckens ist der Davidstern formgebend. Alter und neuer Bund sind im Sakrament der Taufe unwiederholbare Gnadengeschenke Gottes.

Das Chorgestühl um 1520

Das Chorgestühl aus Eichenholz ist Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden, da das auf dem rechten Gestühl dargestellte Nashorn einen Holzschnitt von Hans Burgkmair d. Ä. aus dem Jahr 1515 zum Vorbild hat und nach Einführung der Reformation in Mindens Ratskirche 1530 kein solches Gestühl mehr gefertigt wurde, das den Stiftskanonikern an St. Martini für die Wechselgebete zu den Tagesund Nachtgebeten diente. Das linke Gestühl zeigt in Parallele einen gefesselten Drachen. Die beiden Tiere symbolisieren das Böse, das hier in Ketten gelegt und von Weinrebenmedaillons, Symbolen für Christi Gegenwart, begrenzt ist. Alles Übel der Welt erscheint für den als überwunden, der in den Bänken zum Gebet einkehrt. Die Abbildung des Nashorns in St. Martini ist für das Bekanntwerden dieses Tieres im norddeutschen Raum von Bedeutung.

Das Kruzifix (erste Hälfte 16. Jh.)

Die niederdeutsche Arbeit in Lindenholz zeigt den Gekreuzigten als Schmerzensmann mit einem aufwehenden Beinkleid. Heil und Erlösung sind im Tod Christi für die Welt mit der Voranhnung seiner Auferstehung vom Tode verbunden.
Der heilige Martin

Der heilige Martin

Gemälde um 1640

Das große Gemälde vom Namensgeber der St. Martinikirche, gestiftet von der Familie von Sternberg um 1640, zeigt die berühmt gewordene Mantelteilung des römischen Soldaten Martinus, wie sie in der Heiligenlegende vom späteren Bischof von Tours (317-398) unter Bezug auf Matthäus 25, 31ff. erzählt wird. Es zeigt den Heiligen zu Pferd, nach oben auf
den Weltenrichter Christus blickend, und vor ihm auf dem Boden den zerlumpten Bettler. Christus, mit dem selben Mantel gekleidet, umgeben von Engeln, Aposteln und Heiligenfiguren, segnet Martin mit dem in lateinischer Sprache im Strahlenkranz des Christus gezeigten Wort „Venite Benedicti Patris Mei“ (Kommet her, ihr Gesegneten meines Vaters, Matth. 25,34). Eine Darstellung der St. Martinikirche am rechten unteren Bildrand aus dieser Zeit und zwei Stiftskanoniker am linken unteren Bildrand heben das barmherzige Geschehen in die Gegenwart der Bildbetrachtenden zur frommen Nachahmung. Glaube und Liebestat sollen um Christi willen eine Einheit sein.

Bauskulptur von 2001

Das stark verwitterte Relief des hl. Martin über dem frühgotischen Westportal aus der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde 1959/1960 an der inneren Stirnwand im heutigen Eingangsbereich der Kirche angebracht. Seinen Platz nimmt seit 2001 die neue Steinskulptur von Wolfgang Dreysse aus Quedlinburg ein. Nicht hoch zu Ross, sondern durch das Tuch eng mit dem hageren, mit Dornenkranz bekrönten Bettler verbunden, sieht der gut genährte kleinere Heilige auf die Betrachtenden mit Erstaunen herab. Das Wunder der Teilung des Lebens zwischen Reich und Arm ist hier in zeitgenössischer Thematik dargestellt. Nur wenn das Tuch am Knie des Bettlers, der hilfesuchend sich zur Kirche wendet, weiterreißt, gibt es eine heilende Zukunft für beide.





Der Bauverein für die St. Martinikirche e.V.

Der Bauverein für die St. Martinikirche e.V. wurde in der Gründungsversammlung am 28.5.1952 konstituiert und am 5.1.1953 ins Vereinsregister beim Amtsgericht Minden unter ehemals VR 198, später VR 367 eingetragen; heute beim Amtsgericht Bad Oeynhausen unter Vereinsregister VR 40367.
Laut § 1 der Satzung von 1952 sollte sich der neue Bauverein zwei allgemeinen Zwecken widmen, die als Präambel vorangestellt wurden:
1. „Bauliche Erneuerung der ehrwürdigen Kirche“
2. „Ziele des früheren Turmbauvereins Martini“
Zusätzlich wurden folgende konkrete Aufgaben angefügt:
1. Neugestaltung der Kirchenfenster
2. Errichtung einer Gedenkstätte „für die Gefallenen des letzten Krieges“ und „die verlorenen Gräber im Osten“
3. Erneuerung von Altar, Kanzel und Epitaphien
4. Wiederherstellung des Glockengeläuts „in alter Schönheit“
5. Neuaufbau des Turms der St. Martinikirche „ihrer Bedeutung als Rats- und Stiftskirche entsprechend“
Der Bauverein ist gemeinnützig; seine Organe sind der ehrenamtliche Vorstand und die Mitgliederversammlung. Er hat seine Arbeit immer als Doppelaufgabe verstanden: Baufachliche und künstlerische Beratung der Kirchengemeinde als Eigentümerin des Baudenkmals St. Martinikirche einerseits sowie Mitfinanzierung bestimmter Baumaßnahmen am und im Kirchengebäude und bestimmter Anschaffungen und Restaurierungen von Inventar andererseits. Die notwendige Zusammenarbeit von Bauverein und Kirchengemeinde bei der Umsetzung der Vereinsziele wird in den Satzungen von 1985 und 2001 ausdrücklich hervorgehoben: „Der Verein verfolgt diese Zwecke im Benehmen mit dem Presbyterium der St. Martinigemeinde“.



Bilder - Bauverein für die St. Martinikirche e.V. - Bilder